Betrag der THG-Quote in 2026: Wie hoch ist er?
22.07.2026 · THG-Quote
Von Melissa Hiltl

Du fährst elektrisch und weißt, dass du jährlich eine THG-Prämie beantragen kannst – aber wie viel Geld bekommst du eigentlich genau? Was beeinflusst den Betrag, wie wird er berechnet, und warum fällt der Betrag der THG-Quote in 2026 höher aus als in den Vorjahren? Diese Fragen hören wir häufig und sie sind absolut berechtigt. Denn wer die THG-Quote in Österreich nutzt, will nicht nur wissen, dass es Geld gibt, sondern auch wie viel, wann und warum.
Die kurze Antwort: Für das Quotenjahr 2026 beträgt die THG-Prämie bei carbonify zwischen 110 und 125 Euro pro ganzjährig zugelassenem Elektrofahrzeug. Die etwas längere Antwort erklärt, wie dieser Betrag zustande kommt, was du tun kannst, um das Maximum herauszuholen, und welche Faktoren den Betrag der THG-Quote 2026 grundsätzlich beeinflussen.
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Was ist die THG-Quote – und warum gibt es überhaupt Geld dafür?
Kurz zur Grundlage, falls du noch neu dabei bist: Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein gesetzlich geregeltes Instrument zur Reduktion von CO₂-Emissionen im Verkehrssektor. Mineralölunternehmen sind in Österreich verpflichtet, einen steigenden Anteil ihrer Treibhausgasemissionen einzusparen oder alternativ Zertifikate von Dritten aufzukaufen, die nachweislich CO₂ eingespart haben.
Und genau da kommst du ins Spiel: Als Halter eines rein batterieelektrischen Fahrzeugs hast du im vergangenen Jahr Strom statt Benzin oder Diesel verbraucht und damit nachweislich CO₂ eingespart. Diese Einsparung lässt sich über einen anerkannten Systemdienstleister wie carbonify bündeln, zertifizieren und an zielverpflichtete Unternehmen verkaufen. Der Erlös daraus ist deine THG-Prämie.
Rechtliche Grundlage: Die THG-Quote in Österreich basiert auf der Kraftstoffverordnung (KVO 2012) in ihrer aktuellen Fassung sowie der EU-Richtlinie 2018/2001 (RED II) zur Förderung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor. Die verpflichtende Treibhausgasreduktion steigt bis 2030 schrittweise an – für 2026 von 7,5 % auf 8 %.
Wie wird der Betrag der THG-Quote 2026 in Österreich berechnet?
Die Berechnung des Betrags der THG-Quote in Österreich ist etwas komplexer als ein simpler Fixbetrag, aber das Grundprinzip ist schnell erklärt.
Schritt 1: Die CO₂-Einsparung deines Elektroautos
Ausgangspunkt ist die Frage, wie viel CO₂ dein Elektroauto im Vergleich zu einem Verbrenner eingespart hat. Dafür werden gesetzlich festgelegte Umrechnungsfaktoren herangezogen:
- Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß fossiler Kraftstoffe liegt aktuell bei 94,1 g CO₂/MJ
- Erneuerbarer Strom wird seit 2023 mit dem Vierfachen angerechnet – ein starker Hebel für die Berechnung
- Für rein elektrische Fahrzeuge wird eine Standard-Lademenge von 1.500 kWh pro Jahr angesetzt (Pauschale)
Der österreichische Strommix spielt zudem eine besonders wichtige Rolle. Da Österreich einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien im Netz hat, fällt die anrechenbare CO₂-Einsparung pro geladener Kilowattstunde deutlich größer aus als in Ländern mit einem kohlelastigeren Strommix.
Schritt 2: Umrechnung in CO₂-Äquivalente
Die eingesparte Strommenge wird über den gesetzlich definierten Umrechnungsfaktor in Tonnen CO₂-Äquivalente (tCO₂eq) umgerechnet. Dieser Wert bildet die Grundlage für die handelbaren Zertifikate.
Schritt 3: Marktpreis der Zertifikate
Hier kommt der entscheidende Variable ins Spiel: Der tatsächliche Betrag, den du als THG-Prämie erhältst, hängt vom Marktpreis der Zertifikate ab. Also davon, wie viel zielverpflichtete Mineralölunternehmen bereit sind, für deine CO₂-Einsparung zu bezahlen. Dieser Preis schwankt je nach Angebot und Nachfrage am Quotenmarkt.
Rechtliche Grundlage: Weder das Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) noch das Umweltbundesamt nehmen Einfluss auf die Marktpreise oder sprechen Empfehlungen für bestimmte Anbieter aus. Die Preisbildung erfolgt ausschließlich am freien Markt zwischen Systemdienstleistern wie carbonify und den zielverpflichteten Unternehmen.
Wie viel THG-Prämie bekommst du 2026 in Österreich?
Für das Quotenjahr 2026 bietet carbonify zwei klar definierte Auszahlungsmodelle – beide mit attraktiveren Konditionen als noch 2025:
Express-Prämie: 110 Euro in maximal 30 Tagen
Du willst schnell und planbar? Dann ist die Express-Prämie dein Modell:
- 110 Euro pro ganzjährig zugelassenem rein elektrischen Fahrzeug
- Auszahlung innerhalb von 30 Tagen nach erfolgreicher Prüfung durch carbonify – ohne auf die offizielle Bestätigung des Umweltbundesamts (UBA) warten zu müssen
- Du reichst deine Zulassungsbescheinigung ein, wir prüfen, bestätigen und zahlen aus
Ideal, wenn du die Prämie für laufende Kosten deines E-Autos nutzen möchtest.
Klassik-Prämie: 125 Euro nach UBA-Bestätigung
Wer etwas mehr herausholen möchte und bereit ist, auf die offizielle Zertifizierung zu warten:
- 125 Euro pro ganzjährig zugelassenem rein elektrischen Fahrzeug
- Auszahlung nach offizieller Bestätigung durch das österreichische Umweltbundesamt – erfahrungsgemäß im Juli oder August des Folgejahres
- Der Ablauf: Zulassungsbescheinigung hochladen, carbonify bündelt alle Meldungen und reicht sie bis spätestens 1. März 2027 für das Quotenjahr 2026 beim UBA ein
Der Unterschied von 15 Euro gegenüber der Express-Prämie klingt überschaubar – wer aber mehrere Fahrzeuge angemeldet hat oder die Prämie über viele Jahre konsequent nutzt, merkt schnell, dass sich die Geduld auszahlt.
Wie beantragst du die THG-Prämie 2026 bei carbonify?
Der Prozess ist bewusst einfach gehalten:
- Registrieren auf carbonify.at
- Zulassungsbescheinigung hochladen
- Auszahlungsmodell wählen – Express (110 €) oder Klassik (125 €)
- Fertig – carbonify übernimmt Prüfung, Einreichung und Auszahlung
Kein Papierchaos, keine langen Wartezeiten bei der Registrierung, keine versteckten Gebühren. Die angegebenen Beträge sind die Beträge, die auf deinem Konto landen.
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Was ist die maximale THG-Prämie in Österreich?
Das ist eine Frage, die wir regelmäßig gestellt bekommen und sie lässt sich auf zwei Ebenen beantworten.
Maximale Prämie pro Fahrzeug
Für ein einzelnes ganzjährig zugelassenes Elektrofahrzeug beträgt die maximale Prämie bei carbonify im Jahr 2026 125 Euro über die Klassik-Prämie. Ein höherer Betrag ist über die Fahrzeugpauschale nicht möglich, da die Standard-Lademenge von 1.500 kWh gesetzlich festgelegt ist.
Maximale Prämie durch kWh-genaue Abrechnung
Wer eine private Wallbox besitzt, die eichrechtskonform oder mit einem MID-Zähler ausgestattet ist und Ladevorgänge aufzeichnen kann, hat unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die tatsächlich geladene Strommenge abzurechnen statt der Pauschale. Lädt man mehr als 1.500 kWh pro Jahr, kann das zu einer höheren Prämie führen.
Wichtig dabei: Wer eine solche Messstation hat, muss den gemessenen Strom einreichen – ein freies Wählen zwischen Pauschale und kWh-genauer Abrechnung ist gesetzlich nicht vorgesehen.
Maximale Prämie durch mehrere Fahrzeuge
Pro zugelassenem Elektrofahrzeug gibt es eine separate Prämie. Wer mehrere E-Autos hält oder einen ganzen E-Fuhrpark betreibt multipliziert den Vorteil entsprechend. Zehn Fahrzeuge bedeuten bei der Klassik-Prämie 1.250 Euro pro Jahr, zwanzig Fahrzeuge 2.500 Euro.
Anteiliger Betrag bei der THG-Quote 2026: Was gilt bei unterjähriger Zulassung?
Ein wichtiger Punkt, der häufig übersehen wird: Die THG-Prämie in Österreich wird tagesgenau und anteilig abgerechnet. Das bedeutet:
- Wer sein E-Auto erst im März eines Jahres zulässt, bekommt keine volle Jahresprämie, sondern die Prämie anteilig für die tatsächliche Haltedauer
- Mehrere Halter desselben Fahrzeugs teilen sich die Prämie nach Wohnsitzanteil – jede Nutzungsperiode wird abgebildet
- Ein Fahrzeug, das nur sechs Monate zugelassen war, bringt also etwa die halbe Prämie
Das ist fair und transparent und bedeutet gleichzeitig: Es lohnt sich, das Fahrzeug so früh wie möglich im Jahr zuzulassen und den Antrag rechtzeitig bei carbonify einzureichen.
Rechtliche Grundlage: Die tagesgenaue Abrechnung ergibt sich aus der österreichischen KVO 2012 und den vom Umweltbundesamt festgelegten Berechnungsmethoden. Das UBA prüft alle Anträge einmal jährlich gebündelt. Einreichfrist ist der 1. März des Folgejahres.
Betrag der THG-Quote in 2026 – verlässlich, fair und höher als je zuvor
Der Betrag der THG-Quote vom Umweltbundesamt ist das Ergebnis eines Marktmechanismus, der 2026 besonders gut für E-Auto-Fahrer funktioniert: steigende Quotenverpflichtungen, teurere Alternativen für Mineralölunternehmen und ein stabiler Rechtsrahmen sorgen dafür, dass carbonify dir für dein Elektrofahrzeug bessere Prämien bieten kann als noch im Vorjahr.
110 Euro schnell oder 125 Euro nach UBA-Bestätigung, die Wahl liegt bei dir. Was nicht zur Wahl steht: den Betrag der THG-Quote 2026 verfallen zu lassen. Denn das wäre bares Geld, das du liegen lässt.
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FAQ zum Betrag der THG-Quote 2026 in Österreich
Wie viel THG-Prämie bekomme ich 2026 in Österreich?
Bei carbonify beträgt die THG-Prämie für das Quotenjahr 2026 entweder 110 Euro (Express-Prämie, Auszahlung innerhalb von 30 Tagen) oder 125 Euro (Klassik-Prämie, Auszahlung nach UBA-Bestätigung) pro ganzjährig zugelassenem rein elektrischen Fahrzeug.
Warum ist der Betrag der THG-Quote 2026 höher als 2025?
Die gesetzliche Quotenverpflichtung für Mineralölunternehmen steigt 2026 von 7,5 % auf 8 %, und alternative Erfüllungsoptionen wie HVO-Kraftstoffe sind teurer geworden. Das erhöht die Nachfrage nach Fahrstrom-Zertifikaten und damit den Marktpreis – und den Betrag, den carbonify an dich weitergeben kann.
Was ist die maximale THG-Prämie in Österreich?
Über die Fahrzeugpauschale beträgt die maximale Prämie pro Fahrzeug 125 Euro bei carbonify. Wer eine eichrechtskonforme oder MID-konforme Wallbox besitzt und mehr als 1.500 kWh pro Jahr lädt, kann über die kWh-genaue Abrechnung unter Umständen einen höheren Betrag erzielen. Pro zusätzlichem Fahrzeug gibt es eine eigene Prämie.
Wann wird die THG-Prämie 2026 ausgezahlt?
Die Express-Prämie wird innerhalb von 30 Tagen nach Prüfung durch carbonify ausgezahlt. Die Klassik-Prämie folgt nach der UBA-Bestätigung – erfahrungsgemäß im Juli oder August 2027, nach dem Handelsfenster im September 2027.
Muss ich die THG-Prämie versteuern?
Für Privatpersonen ist die THG-Prämie in Österreich steuerfrei. Unternehmen sollten die steuerliche Behandlung mit ihrer Steuerberatung abstimmen.
Das sagen unsere Geschäftspartner und Kunden über uns.
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Wir haben alle weiteren Informationen für Dich in unseren FAQ zusammengetragen.
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Was versteht man unter dem THG-Quotenhandel?
Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.
Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.
Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.
Auf welcher Gesetzesgrundlage werden die Zertifikate der THG-Quote ausgegeben?
Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.
An wen wird die THG-Quote verkauft?
Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.
Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.
Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.
Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.
Wer kann die THG-Quote beantragen?
Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.
Für welchen Zeitraum kann die THG-Quote von E-Mobilisten und Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden?
Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.
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