THG-Prämie in Deutschland & Österreich – im Vergleich

13.01.2026 · THG-Quote

Von Melissa Hiltl

Foto des Melissa Hiltl
Close up E-Auto beim Laden

Die THG-Quote ist ein echter Gewinn für alle, die emissionsfrei unterwegs sind oder Ladeinfrastruktur bereitstellen. In Deutschland hat sie sich längst als Prämie für E-Auto-Fahrer durchgesetzt. Doch auch in Österreich wird die THG-Quote zunehmend genutzt – wenn auch mit anderen Regeln und Fristen.

Du willst wissen, was die THG-Prämie in Österreich und Deutschland unterscheidet, wie du die maximale Auszahlung bekommst – und was carbonify dir dabei abnimmt? Dann lies weiter: Wir erklären dir, wie die beiden Systeme funktionieren, was du beachten musst und wie du als Unternehmer oder Privatperson mehr aus deinem Ladepunkt oder E-Fahrzeug herausholst.

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Kurz erklärt: Was ist die THG-Quote überhaupt?

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein gesetzlich geregeltes Instrument zur Reduktion von CO₂ im Verkehrssektor. Mineralölunternehmen sind verpflichtet, ihren CO₂-Ausstoß zu senken oder alternativ „fremde“ CO₂-Einsparungen aufzukaufen.

Und genau da kommst du ins Spiel: Wenn du ein E-Auto fährst oder Ladestrom zur Verfügung stellst, kannst du diese Einsparung geltend machen – und bekommst dafür eine jährliche THG-Prämie, ausgezahlt über einen Systemdienstleister wie carbonify.

Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Österreich

Bevor wir in die Details gehen: Ja, beide Länder setzen auf das gleiche Grundprinzip – nur die Umsetzung unterscheidet sich.

Das sind die wichtigsten Parallelen:

  • Die THG-Quote richtet sich an E-Auto-Fahrer sowie Betreiber von Ladeinfrastruktur
  • Plug-in-Hybride sind bei der pauschalen THG-Quote ausgeschlossen, können aber beim Nachweis von geladenem Strom über Ladepunkte berücksichtigt werden.
  • Die Berechnung der Einsparungen erfolgt:
    • bei der THG-Quote anhand eines pauschalen kWh-Werts, der der Fahrzeugklasse zugeordnet ist – nicht auf Basis der gefahrenen Kilometer.
    • beim Ladestrom über Ladepunkte auf Basis der tatsächlich geladenen kWh, sofern die Station entweder MID-konform ist oder eichrechtskonform betrieben wird.
  • Die Abwicklung erfolgt über anerkannte Dienstleister wie carbonify
  • Die Quote ist jährlich neu beantragbar – mit bestimmten Fristen

Der Einstieg in die THG-Prämie ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich klar geregelt: Beide Länder belohnen den Umstieg auf E-Mobilität mit einem jährlichen Bonus, sobald du mit deinem Elektroauto nachweislich CO₂-Emissionen einsparst und die passenden Nachweise digital einreichst.

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THG-Prämie in Österreich: flexibel mit Besonderheiten

In Österreich setzt die THG-Prämie auf ein besonders flexibles Modell, bei dem sowohl zielverpflichtende Unternehmen, Gemeinden als auch Privatpersonen unkompliziert profitieren können.

Begünstigte & Bedingungen

Hier zählt Vielfalt: Die THG-Prämie steht Fahrzeughaltern von rein elektrisch betriebenen, mehrspurigen Fahrzeugen offen, egal ob PKW, Transporter oder Bus, vorausgesetzt das Fahrzeug ist offiziell in Österreich zugelassen und der Antragsteller im Zulassungsschein eingetragen. Auch Betreiber von Ladeinfrastruktur profitieren – öffentliche wie immer, aber eben auch private und halb-öffentliche Ladepunkte sind antragsfähig, sofern sie eichrechtskonform oder mit einem MID-Zähler ausgestattet sind.​

Antrag, Nachweis & Fristen

Das Prozedere läuft jedes Jahr nach klaren Zeitfenstern ab: Die notwendige Bündelung und Zertifizierung übernehmen anerkannte Dienstleister wie carbonify. Alle Quotenmengen werden bis zum 1. März des Folgejahres dem Umweltbundesamt gemeldet. Danach prüft das UBA alle Anträge gebündelt über mehrere Monate hinweg und zertifiziert bis spätestens Ende Juli die Quoten. Das spezielle Handelsfenster, in dem diese Quoten offiziell vermarktet und übertragen werden, ist vom 1. bis zum 30. September geöffnet.

Für das Prämienjahr 2025 heißt das: Bis zum 15. Jänner 2025 ist noch eine Registrierung als Prämienanbieter bei carbonify möglich. Das Datum gilt als Deadline, damit wir die Anträge fristgerecht beim Umweltbundesamt einreichen können.

Prämienvolumen & Auszahlung

Für die Prämienhöhe ist entscheidend, wie viel Strom du mit deinem Fahrzeug tatsächlich geladen hast. Die Berechnung erfolgt nach gesetzlich definierten Umrechnungsfaktoren (MWh → tCO₂eq). Für Standard-PKWs gilt etwa eine Pauschale von 1.500 kWh pro Jahr. Die Auszahlung erfolgt nach tatsächlicher Zertifizierung tagesgenau und anteilig – hast du dein Auto nur halbjährlich angemeldet, bekommst du entsprechend die halbe Prämie.

THG-Prämie in Deutschland: strenge Regeln, große Wirkung

Wer in Deutschland von der THG-Quote des Umweltbundesamts profitieren will, muss ein paar Voraussetzungen erfüllen – aber dafür bekommst du als Fahrer eines Elektroautos Jahr für Jahr eine echte Finanzspritze.

Wer ist berechtigt?

In Deutschland kannst du die THG-Prämie grundsätzlich als Halter eines rein elektrischen Fahrzeugs beantragen, egal ob du privat unterwegs bist oder ein Unternehmen leitest.

Wichtig: Dein Elektroauto muss mit einem deutschen Kennzeichen zugelassen sein.

Zusätzlich kannst du als Betreiber einer öffentlichen Ladestation profitieren, denn auch für die dort eingespeiste Strommenge gibt es eine eigene THG-Prämie. Private Wallboxen (zum Beispiel in der Garage) sind hingegen seit Sommer 2024 von der Prämienregelung weitgehend ausgeschlossen, da öffentliche Zugänglichkeit vorausgesetzt wird.​

Welche Nachweise werden gefordert?

Damit alles reibungslos klappt, brauchst du ein paar wichtige Dokumente. Für reine Elektro-Pkw musst du den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) vorlegen, denn damit werden deine Fahrzeuginformationen geprüft und für die Quote registriert.

Wenn du eine öffentliche Ladestation betreibst, gelten besonders strenge Vorgaben: Sie muss dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur gemeldet und mit einem eichrechtskonformen, manipulationssicheren Zähler ausgestattet sein. Alle wichtigen Standortdaten, Öffnungszeiten und Betreiberangaben müssen öffentlich einsehbar sein – Transparenz ist Pflicht.​

Der Weg zur Prämie – so stellt man den Antrag

Die Beantragung der THG-Prämie läuft digital, einfach und bequem über spezialisierte Dienstleister wie carbonify. Du reichst deine Unterlagen online ein, bekommst nach Prüfung eine Bestätigung, und anschließend vermarktet der Anbieter deine Treibhausgasminderung für dich am Quotenmarkt.

Die Antragsfrist ist wichtig: Für das jeweilige Prämienjahr musst du bis spätestens 15. Jänner des Folgejahres alles eingereicht haben.

Tipp: Wer die Quote direkt für mehrere Jahre beantragt, spart sich den jährlichen Papierkram und bleibt immer im Rennen.​

Wie viel gibt’s und wann wird ausgezahlt?

Die Höhe der THG-Prämie richtet sich nach dem aktuellen Marktwert der Quote und kann jährlich schwanken. Für 2025 bewegen sich die Prämien je nach Anbieter und Fahrzeugklasse meist zwischen 70 und 120 Euro pro Fahrzeug. Für öffentliche Ladepunkte ist der Erlös abhängig von der Menge der abgegebenen Energie und beträgt etwa 6 Cent pro kWh.

Die Auszahlung erfolgt normalerweise quartalsweise oder im Anschluss an die Zertifizierung durch das Umweltbundesamt. Es gibt keine tagegenaue Abrechnung wie in Österreich, sondern einen pauschalen Ausschüttungszeitraum – dein Geld ist in einigen Monaten auf deinem Konto, ganz ohne viel Aufwand.​

Was bedeutet das für dich? – die Unterschiede auf den Punkt gebracht

Du willst mit einem Blick wissen, worin sich die THG-Prämie in Deutschland und Österreich unterscheidet? Dann wirf einen Blick auf die wichtigsten Punkte, die sich direkt auf deinen Geldbeutel, das Vorgehen bei der Beantragung und die Flexibilität auswirken.

Vergleich Österreich Deutschland THG

Mit diesen Fakten bist du bestens gerüstet, um die optimale Fördermöglichkeit für dein E-Auto zu nutzen.

THG-Prämie clever nutzen – deine Vorteile mit carbonify

Ganz egal, ob du in Deutschland oder Österreich zu Hause bist: Mit carbonify hast du einen kompetenten Partner an der Seite, der dich durch den Dschungel der Regularien lotst. Wir sorgen dafür, dass alles einfach, digital und rechtssicher abläuft – von der Registrierung bis zur passenden Auszahlung.

  • Du bist nicht sicher, welche Nachweise du brauchst? Unser Team checkt alles für dich ab!
  • Die Fristen? Wir erinnern dich rechtzeitig!
  • Mehraufwand oder Papierchaos? Geht bei uns in Minuten, nicht in Wochen!

So holst du mit carbonify nicht nur das Optimum aus deiner Prämie heraus, sondern bist auch bei allen Themen rund um E-Mobilität, Förderung und THG-Quote immer bestens beraten!

Zwei Länder, zwei Systeme – ein gemeinsames Ziel

Ob Deutschland oder Österreich – die THG-Quote ist ein starkes Instrument, um nachhaltige Mobilität in der Stadt zu fördern und finanziell zu belohnen. Mit ein bisschen Know-how und einem guten Partner wie carbonify wird aus deinem Ladepunkt oder E-Fahrzeug eine dauerhafte Einnahmequelle.

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FAQ zur THG-Prämie in Deutschland und Österreich

Wer kann die THG-Prämie beantragen?

In Deutschland und Österreich können alle Halter von rein batterieelektrischen, mehrspurigen Fahrzeugen (z. B. PKW, Transporter, Busse) die THG-Prämie beantragen.

Plug-in-Hybride (PHEV) sind nicht pauschal prämienberechtigt, können aber über nachgewiesenen, geladenen Ladestrom (kWh) berücksichtigt werden (sofern dieser über eichrechtskonforme oder MID-konforme Ladepunkte gemessen wird).

Nicht berechtigt sind reine E‑Roller, Elektrofahrräder und andere leichte E‑Fahrzeuge ohne entsprechende Fahrzeugklasse.

Kann ich die THG-Prämie auch für private Wallboxen oder Ladepunkte nutzen?

In Österreich sind private und halb-öffentliche Ladepunkte antragsberechtigt, sofern ein MID-Zähler oder ein eichrechtskonformer Zähler vorliegt. In Deutschland ist das inzwischen nur für öffentlich zugängliche Ladepunkte und Wallboxen möglich, die im Ladesäulenregister gemeldet sind.

Wie oft kann ich mir die THG-Prämie sichern?

Du kannst die THG-Prämie einmal pro Jahr beantragen – immer für das vorangegangene Kalenderjahr. Die volle Prämie erhältst du, wenn dein E-Fahrzeug das gesamte Jahr über zugelassen war. Bei einer kürzeren Haltedauer erfolgt die Auszahlung tagesgenau anteilig.

Wichtig zu wissen: Pro Jahr kann nur ein Begünstigter die THG-Prämie für ein bestimmtes Fahrzeug erhalten. Begünstigt bedeutet: Die Person oder das Unternehmen, das im betreffenden Jahr als Halter in der Zulassungsbescheinigung steht.

Außerdem darf die THG-Prämie pro Jahr nur über einen einzigen antragsberechtigten Dienstleister, wie carbonify, beantragt werden.

Muss ich die THG-Prämie als Privatperson versteuern?

Für Privatpersonen ist die THG-Prämie steuerfrei, da es sich um eine freiwillige Zahlung für eingesparte Emissionen handelt und kein steuerpflichtiges Einkommen im klassischen Sinne darstellt.

Muss ich die THG-Prämie als Unternehmen versteuern?

Für Unternehmen ist die steuerliche Behandlung differenzierter zu betrachten: Die Auszahlung durch carbonify erfolgt in der Regel netto im Rahmen des Reverse-Charge-Verfahrens. Das bedeutet, dass die Umsatzsteuerschuld auf den Leistungsempfänger (Unternehmen) übergeht. Die steuerliche Behandlung hängt daher vom Status des Unternehmens ab, insbesondere ob es vorsteuerabzugsberechtigt ist.

Unternehmen sollten die THG-Prämie deshalb unbedingt mit ihrer Steuerberatung abstimmen.

Kann ich mehrere Fahrzeuge anmelden?

Ja, pro zugelassenem Elektrofahrzeug kannst du jährlich eine gesonderte Prämie beantragen – dein Fuhrpark wird also besonders belohnt.

Das sagen unsere Geschäftspartner und Kunden über uns.

Was Dich noch interessieren könnte:

Wir haben alle weiteren Informationen für Dich in unseren FAQ zusammengetragen.

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Was ist die THG-Quote bzw. die Treibhausgasminderungsquote?

Die Treibhausgasminderungsquote oder kurz die THG-Quote ist ein gesetzliches Klimaschutzinstrument, um den Ausstoß von CO2-Emissionen insbesondere im Verkehrssektor zu reduzieren.

Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.


Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.


Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.

Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.

Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.


Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.


Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.


Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.

Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.

Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.

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Laura

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