E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen in Österreich

14.07.2026 · Elektromobilität

Von Alischa Knüttel

Foto des Alischa Knüttel
Mann prüft E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen auf dem Tablet vor Reihe gebrauchter Elektrofahrzeuge

Gebrauchte Elektroautos boomen. Die Preise sind gesunken, die Auswahl wird größer, und immer mehr Menschen überlegen, den Einstieg in die E-Mobilität nicht mit einem Neuwagen, sondern mit einem gebrauchten Elektrofahrzeug zu wagen. Verständlich, denn wer ein E-Auto gebraucht kauft, zahlt oft deutlich weniger als beim Neukauf und profitiert trotzdem von niedrigen Betriebskosten und einer sauberen Bilanz.

Doch eine Frage stellen sich viele: Bekommt man für gebrauchte E-Autos Förderung in Österreich? Und was ist mit gebrauchten Hybridfahrzeugen – gibt es da eine Hybrid-Prämie? Die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an. Die Förderlandschaft für gebrauchte Elektrofahrzeuge ist in Österreich überschaubarer als beim Neukauf, aber es gibt Möglichkeiten, die sich wirklich lohnen. Welche das sind, erfährst du hier.

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Der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos in Österreich: kurze Bestandsaufnahme

Noch vor wenigen Jahren gab es kaum gebrauchte Elektroautos am Markt – schlicht, weil nicht genug verkauft worden waren. Das hat sich grundlegend geändert. Allein 2025 wurden in Österreich laut BEO über 50.000 neue E-Pkw zugelassen. Die ersten Wellen dieser Neuzulassungen aus den Jahren 2020 bis 2022 kommen nun als Gebrauchtwagen auf den Markt mit überschaubarer Laufleistung, funktionsfähigen Akkus und einem deutlich günstigeren Einstiegspreis als beim Neuwagen.

Für Käufer bedeutet das: Die Auswahl auf dem Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos wird besser, die Preise werden attraktiver, und der Gebrauchtkauf eines E-Autos ist 2026 eine reale und wirtschaftlich sinnvolle Option. Das gilt besonders für Privatpersonen, die den Einstieg in die E-Mobilität mit überschaubarem Budget wagen wollen.

Förderungen für gebrauchte E-Autos: Was gibt es auf Bundesebene?

Hier kommt die ernüchternde Wahrheit zuerst: Eine direkte, bundesweite Kaufprämie für gebrauchte Elektroautos gibt es in Österreich aktuell nicht. Das Klimabonus-Modell, das in der Vergangenheit Neufahrzeuge subventioniert hat, ist ausgelaufen. Eine Neuauflage einer einheitlichen Bundesförderung speziell für Gebrauchtwagen ist derzeit nicht in Sicht.

Das bedeutet aber nicht, dass du leer ausgehst. Denn erstens gibt es auf Landesebene vereinzelt Förderung, die auch für gebrauchte E-Autos gelten und zweitens ist die THG-Prämie das Instrument, das unabhängig vom Kaufzeitpunkt und Fahrzeugalter jedes Jahr aufs Neue greift.

Landesförderungen: Lohnt sich der Blick auf die Bundesländer?

Ja, und das ausdrücklich. Während es auf Bundesebene keine einheitliche E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen gibt, haben einzelne Bundesländer eigene Programme aufgelegt, die teils auch gebrauchte Elektrofahrzeuge einschließen. Die Konditionen variieren stark und ändern sich regelmäßig, daher gilt hier: immer direkt beim zuständigen Bundesland oder der jeweiligen Energieagentur nachfragen.

Ein paar Orientierungspunkte:

  • Wien: Hat in der Vergangenheit Förderungen für die Umrüstung auf E-Mobilität angeboten, die nicht ausschließlich auf Neufahrzeuge beschränkt waren. Aktuelle Programme sollten direkt bei der MA 20 (Energieplanung) oder der Wirtschaftsagentur Wien geprüft werden.
  • Steiermark und Oberösterreich: Einzelne Programme haben gebrauchte E-Fahrzeuge unter bestimmten Voraussetzungen eingeschlossen, etwa bei Fahrzeugen unter einem bestimmten Alter oder mit einer Mindestreichweite.
  • Niederösterreich: Förderprogramme rund um E-Mobilität sind vorhanden, richten sich aber häufig an Neuzulassungen oder kombinierte Pakete aus Fahrzeug und Ladeinfrastruktur.

Entscheidend ist nicht nur, ob das Programm gebrauchte Fahrzeuge grundsätzlich einschließt, sondern auch welche Anforderungen an Fahrzeugalter, Kilometerstand, Batteriekapazität und Kaufpreis gestellt werden. Gut recherchieren lohnt sich.

NoVA und motorbezogene Versicherungssteuer: Was beim Gebrauchtkauf gilt

Auch wenn es keine direkte Prämie oder Förderung beim Kauf eines gebrauchten E-Autos gibt, profitierst du beim Erwerb in Österreich von einem strukturellen Vorteil: Elektrofahrzeuge sind in Österreich von der Normverbrauchsabgabe (NoVA) befreit. Beim Kauf eines Neuwagens wirkt sich das direkt auf den Fahrzeugpreis aus. Beim Gebrauchtkauf ist die NoVA bereits beim Erstkauf abgerechnet – sie fällt also nicht erneut an. Das ist kein aktiver Vorteil beim Kauf selbst, aber ein wichtiger Grund dafür, dass Elektro-Gebrauchtwagen preislich oft attraktiver sind als vergleichbare Verbrenner-Gebrauchtwagen.

THG-Prämie für E-Autos und Gebrauchtwagen: hier gibt es kein Wenn und Aber

Und jetzt der entscheidende Punkt, der beim Gebrauchtkauf eines Elektroautos oft unterschätzt wird: Die THG-Prämie gilt unabhängig davon, ob das Fahrzeug neu oder gebraucht gekauft wurde.

Was zählt, ist einzig und allein, dass du als Halter eines rein batterieelektrischen, mehrspurigen Fahrzeugs in der Zulassungsbescheinigung eingetragen bist. Ob das Auto drei Monate oder drei Jahre alt ist, die jährliche THG-Quote vom Umweltbundesamt steht dir zu, solange es in Österreich zugelassen ist.

Das macht die THG-Prämie zur verlässlichsten Förderung für Käufer von Elektro-Gebrauchtwagen. Sie greift sofort nach der Zulassung, sie ist jährlich neu beantragbar, und sie ist an keine Einkommensgrenzen, Kaufpreisbeschränkungen oder Fahrzeugaltersgrenzen geknüpft.

Für das Quotenjahr 2026 bietet carbonify zwei Modelle:

  • Express-Prämie: 110 € pro ganzjährig zugelassenem E-Fahrzeug, Auszahlung innerhalb von 30 Tagen nach Prüfung durch carbonify – ohne auf die offizielle UBA-Bestätigung warten zu müssen
  • Klassik-Prämie: 125 € pro ganzjährig zugelassenem E-Fahrzeug, Auszahlung nach Bestätigung durch das Umweltbundesamt (erfahrungsgemäß Juli/August des Folgejahres)

Die Prämie wird in Österreich tagesgenau und anteilig abgerechnet. Wer sein gebrauchtes E-Auto erst im Laufe des Jahres zulässt, bekommt die Prämie anteilig – kein Anspruch geht verloren.

Warum carbonify?

Als anerkannter Systemdienstleister wickeln wir jährlich tausende THG-Prämienanträge in Österreich ab, für Privatpersonen genauso wie für gewerbliche Fuhrparks. Du lädst deine Zulassungsbescheinigung hoch, wir prüfen, bestätigen und zahlen aus. Unsere Kunden bewerten uns auf Trustpilot mit 4,8 von 5 Sternen, weil das genau so funktioniert, wie es soll: schnell, transparent und ohne Überraschungen.

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Bekommt man für Hybrid-Auto-Gebrauchtwagen eine Prämie oder Förderung?

Diese Frage wird häufig gestellt und die Antwort ist eindeutig: Plug-in-Hybride (PHEV) und klassische Hybridfahrzeuge sind in Österreich von den meisten Förderprogrammen für E-Fahrzeuge ausgeschlossen – egal ob neu oder gebraucht.

Der Grund dafür ist, dass Förderprogramme in der Regel auf rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) mit einem CO₂-Ausstoß von 0 g/km abzielen. Hybride haben einen Verbrennungsmotor und stoßen im Betrieb CO₂ aus, sie erfüllen damit die Grundvoraussetzung der meisten Programme nicht.

Das gilt auch für die THG-Prämie: Plug-in-Hybride und Vollhybride sind nicht quotenberechtigt. Nur rein batterieelektrische, mehrspurige Fahrzeuge können die jährliche eQuote über einen Systemdienstleister wie carbonify geltend machen.

Rechtliche Grundlage: Die Berechtigung zur THG-Prämie ergibt sich aus der österreichischen Kraftstoffverordnung (KVO 2012). Anrechenbar sind ausschließlich Strommengen, die für den Betrieb von Elektrofahrzeugen im Verkehr eingesetzt werden – was Fahrzeuge mit Verbrennungsanteil grundsätzlich ausschließt.

E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen: dauerhafter Mehrwert durch die THG-Prämie

Eine bundesweite Kaufprämie für gebrauchte E-Autos gibt es in Österreich aktuell nicht. Wer eine E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen sucht, muss auf Landesebene suchen und die jeweiligen Programme sorgfältig prüfen. Hybride sind dabei in aller Regel ausgeschlossen.

Was aber verlässlich und jährlich greift, ist die THG-Prämie über carbonify – unabhängig von Fahrzeugalter, Kaufpreis oder Erstzulassungsjahr. Sie ist das stärkste finanzielle Argument für den Kauf eines gebrauchten Elektroautos in Österreich: einmal anmelden, jedes Jahr profitieren.

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FAQ zur E-Auto-Förderung für Gebrauchtwagen in Österreich

Gibt es in Österreich eine Förderung für gebrauchte E-Autos?

Eine bundesweite, einheitliche Kaufprämie für gebrauchte Elektrofahrzeuge gibt es in Österreich aktuell nicht. Das bedeutet aber nicht, dass du komplett leer ausgehst: Auf Landesebene existieren in einzelnen Bundesländern Programme, die unter bestimmten Voraussetzungen auch gebrauchte Elektrofahrzeuge einschließen. Die Bedingungen variieren stark nach Bundesland, verfügbarem Budget und Förderperiode. Es lohnt sich daher, direkt bei der zuständigen Energieagentur oder dem jeweiligen Bundesland nachzufragen.

Bekommt man für gebrauchte E-Autos Förderung – auch ohne Bundesprogramm?

Ja, zumindest indirekt. Auch wenn eine direkte Elektro-Förderung für Gebrauchtwagen auf Bundesebene fehlt, greift die THG-Prämie unabhängig vom Fahrzeugalter. Als Halter eines rein batterieelektrischen Fahrzeugs, das in Österreich zugelassen ist, kannst du jährlich die THG-Quote über einen anerkannten Systemdienstleister wie carbonify beantragen. Das macht die THG-Prämie zur verlässlichsten laufenden Förderung für Gebrauchtwagen-Käufer.

Was passiert mit der THG-Prämie, wenn ich das gebrauchte E-Auto erst im Laufe des Jahres kaufe?

Die Prämie wird in Österreich tagesgenau und anteilig abgerechnet. Du bekommst also auch dann eine Prämie, wenn du das Fahrzeug nicht ganzjährig gehalten hast – anteilig für die tatsächliche Haltedauer.

Gilt die Elektro-Förderung auch für gebrauchte Fahrzeuge aus dem Ausland?

Entscheidend ist die österreichische Zulassung, nicht der Kaufort. Wer ein gebrauchtes E-Auto aus dem Ausland importiert und in Österreich auf sich zulässt, kann grundsätzlich die THG-Prämie beantragen – sofern er als Halter im österreichischen Zulassungsschein eingetragen ist und das Fahrzeug ein rein batterieelektrisches, mehrspuriges Fahrzeug ist.

Lohnt sich der Gebrauchtkauf eines E-Autos im Vergleich zum Neukauf?

Für Privatpersonen mit einem klaren Budgetrahmen oft ja. Der niedrigere Kaufpreis, die gleiche jährliche THG-Prämie und die in der Regel noch laufende Herstellergarantie machen den Gebrauchtkauf 2026 zu einer wirtschaftlich attraktiven Option. Das gilt besonders dann, wenn keine Landesförderung für Neufahrzeuge verfügbar ist.

Das sagen unsere Geschäftspartner und Kunden über uns.

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Was ist die THG-Quote bzw. die Treibhausgasminderungsquote?

Die Treibhausgasminderungsquote oder kurz die THG-Quote ist ein gesetzliches Klimaschutzinstrument, um den Ausstoß von CO2-Emissionen insbesondere im Verkehrssektor zu reduzieren.

Der THG-Quotenhandel liegt der THG-Quote zugrunde. Unternehmen, wie Mineralölkonzerne, die fossile Kraftstoffe, (z. B. Diesel oder Benzin) in Umlauf bringen und so maßgeblich zum CO2-Ausstoß beitragen, werden durch die THG-Quote dazu verpflichtet, ihre Emissionen jedes Jahr um einen festgesetzten Prozentsatz zu reduzieren.


Im Jahr 2030 soll dieser Satz bei 25 % liegen. Bei Nichteinhaltung der Quote wird eine Strafzahlung (Pönale) für jede nicht eingesparte Tonne CO2 fällig. Die Pönale ist wesentlich teurer: Aktuell liegt sie bei 600 € pro Tonne ausgestoßenem CO2.


Die THG-Quoten von Dritten wie z. B. E-Mobilisten aufzukaufen, wenn quotenverpflichtete Unternehmen ihre THG-Quote nicht durch andere Maßnahmen, wie z. B. das Beimischen von Ökokraftstoffen erfüllen können, bildet die Nachfrage im THG-Quotenhandel.

Die THG-Quote ist durch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV Nr. 38) geregelt. Gemäß der 38. Bundes-Emissionsschutzverordnung ist das Umweltbundesamt für die Prüfung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zuständig und zertifiziert die von carbonify eingereichten THG-Quotenanträge.

Hauptsächlich sind es Mineralölkonzerne, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen der THG-Quote jedes Jahr um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern.


Halten die quotenverpflichteten Unternehmen sich nicht an Ihre Quote, wird eine Strafzahlung für jede nicht eingesparte Tonne CO2 in Höhe von 600 € pro Tonne CO2 fällig.


Ein Quotenverpflichteter hat unterschiedliche Erfüllungsoptionen, um die Anforderungen der THG-Quotenerfüllung zu bewerkstelligen. Insbesondere ist es der Verkauf von Biokraftstoffen, wie z. B. E10 oder E5 an der Tankstelle.


Da die THG-Minderungsquote in den vergangenen Jahren jedoch bedeutend gestiegen ist und bis 2030 auf 25 % steigen wird, schaffen Mineralölkonzerne es nicht allein durch den Verkauf von Biokraftstoffen die Anforderungen zu erfüllen, sodass Strafzahlungen drohen. Deswegen werden THG-Quotenmengen durch öffentliche Ladeinfrastruktur generiert oder die eingesparten CO2-Emissionen von Privatpersonen oder Unternehmen gekauft.

Die THG-Quote kann von allen Haltern von E-Autos, sowie von Ladeinfrastrukturbetreibern beantragt werden. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um private E-Auto-Besitzer, E-Flottenbetreibern in Unternehmen oder Eigentümer von öffentlicher Ladeinfrastruktur handelt. Allerdings gibt es bei den Fahrzeugen eine Unterscheidung: Es müssen quotenberechtigte Fahrzeuge sein.

Die THG-Quote kann einmal pro Kalenderjahr beim Umweltbundesamt beantragt werden. Gesetzlich ist das Instrument bis 2030 vorgesehen.

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